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Musikverein Schönenbuch
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Am 22. Oktober 1892 haben 8 Gründer die Gründungsstatuten der damaligen Musikgesellschaft Schönenbuch unterschrieben und somit den Verein gegründet.
1899 wurde der Name in Musikverein Schönenbuch abgeändert. Der Verein spielte vor allem bei den Ortsvereinen und auf "Chilbenen" im Elsass zur Unterhaltung und Tanz auf. Teilnahmen an kirchlichen Anlässen, wie zum Beispiel den Fronleichnams-Prozessionen in der Pfarrei St. Josef in Basel, waren selbstverständlich.

Notizen und Heiteres aus der Vereinschronik:

1901 wurden 15 Filzhüte angeschafft. Das Tragen derselben ohne Bewilligung wurde mit Fr. 2.- gebüsst.
1904 wurden die Löhne fürs Spielen im Restaurant Neubad mit Fr. 8.- für den musikalischen Leiter und Fr. 4.80 für die Musikanten festgelegt.
1915 erhielt der Trompeter Johann Sütterlin die Erlaubnis, sein Instrument an die Grenzbesatzung zur Militärmusik mitzunehmen.
1923 war ein grosser Höhepunkt. Die erste Vereinsfahne wurde eingeweiht und der Verein besuchte erstmals ein Eidgenössisches Musikfest. Dieses fand in Zug statt. Leider sind alle Auszeichnungen und Diplome nach dem ersten Weltkrieg beim Brand im Restaurant Bad 1945 verbrannt.
1937 besuchte der Musikverein den Musiktag in Aesch zu Fuss, weil kein Auto vorhanden war.
1965 Mit dem Dirigenten aus den eigenen Reihen, Paul Sütterlin, erhielt der Verein mit nur 18 Bläsern am kantonalen Musikfest in Reinach für vorzügliche Leistungen den Lorbeerkranz mit Goldeinlagen.
1992 Mit dem neugewonnenen Dirigenten Roland Callmar erlebte der Verein einen grossen Aufschwung. Am 5./6. September desselben Jahres fand anlässlich des 100-Jahr-Julbiläums und der Neuinstrumentierung ein Dorffest statt, das in allen Belangen ein toller Erfolg war. Das neugegründete Jugendmusikensemble führte am 21. Oktober seine erste Probe unter der Leitung von Roland Callmar durch.
2002 Als weiteres Dorffest fanden am 6.-8. September die Kantonalen Musiktage in Schönenbuch statt.

Nach erfolgreichen Musikjahren mit Vereinsjubiläen, Neuuniformierungen und Neuinstrumentierungen sowie auch Teilnahmen an internationalen Anlässen, ging die Mitgliederzahl stetig zurück. Mit der Musikgesellschaft Concordia Allschwil fanden wir eine geeignete musikalische Partnerin für eine Spielgemeinschaft.

Musikgesellschaft Concordia Allschwil
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Um die Jahrhundertwende haben sich unter dem Patronat des musikliebenden Posthalters und Rössliwirts, Herrn Landrat A. Adam-Vogel, einige Musikanten unseres Dorfes zusammengefunden, um die Musikgesellschaft ‘Concordia’ ins Leben zu rufen.
19. September 1903 wurde an der Gründerversammlung im Schulhaus an der Schönenbuchstrasse die Musikgesellschaft „Concordia“ aus der Taufe gehoben. Mit Feuereifer gingen die Gründer, Ludwig Bär-Böglin, Rudolf Schönenberger, Otto Moser-Bühler, Josef Schönenberger-Valentin und Josef Baumann, unter dem Vorsitz von Herrn A. Adam-Vogel an die Arbeit, und schon nach einigen Monaten konnten sie unter der Leitung von Herrn Rudolf Schönenberger zum ersten Mal musikalisch an die Öffentlichkeit treten.
1907 konnte durch die grossherzige Unterstützung der Bevölkerung die erste Uniform angeschafft werden. Im gleichen Jahr wurde die Concordia in den Musikverband des Kanton Basel-Landschaft aufgenommen. Die Pflege guter Volksmusik und die gesellige Zusammengehörigkeit waren stets das höchste Ziel.
1909 beteiligte sich die Concordia mit Marschmusik am schweizerischen Katholikentag in Zug. Seit der Aufnahme in den Musikverband wurden zudem jedes Jahr die Kantonalmusiktage besucht.
1912 erreichte die Concordia mit der Ouvertüre „die Geisterinsel“ am solothurnischen Kantonalmusikfest in Biberist den 2. Rang.
1913 wurde das internationale Musikfest in Hegenheim mit ansehnlichem Erfolg besucht. Die Concordia hatte in Allschwil den Spitznamen „Marienmusik“- dies, weil die meisten Mitglieder Katholiken waren. Die Concordia und der Musikverein Allschwil waren Konkurrenten. Aus Erzählungen von Anton Bär-Kessler, Sohn vom Gründermitglied Ludwig Bär-Böglin, konnte man immer wieder hören, wie damals die beiden Vereine wetteiferten und die Rückkehr von einem Musikfest ins Dorf häufig in einem Handgemenge endete. Diese Raufereien waren oft die Auswüchse des über den Durst Getrunkenen. Der damals noch offene Dorfbach wurde dann gerne dazu benutzt, um der Gegenseite die notwendige Abkühlung zu verabreichen.
1914 – 1918 kam das Vereinsleben aufgrund des Ersten Weltkrieges praktisch zum Erliegen.
1920 stickte Frau Rosa Gürtler-Hauser zusammen mit weiteren Helferinnen die erste Vereinsfahne für den Besuch des ersten Nachkriegsmusikfestes in Münchenstein. Nebst dem Musizieren bildete sich im Verein eine Theatergruppe welche
1922 ihr erstes Stück „Die Ahnenruhe“ aufführte.
1929 erfolgte dann die erste Fahnenweihe mit einem Fest, und
1930 konnte die Concordia zusammen mit dem Musikverein Allschwil im Rahmen des 25-Jahr-Jubiläums des kantonalen Musikverbandes den kantonalen Musiktag in Allschwil durchführen.
1931 war ein Jahr des intensiven Musizierens und Übens unter der Leitung von Albert Blösch mit dem Ziel, das eidgenössische Musikfest in Bern zu besuchen. An diesem Musikfest errang die Concordia in der dritten Kategorie die höchste Punktzahl. Der Stolz dieses Ergebnisses stand den Teilnehmern noch lange im Gedächtnis. Aus Erzählungen von Anton Bär-Kessler, welcher zu dieser Zeit als 25-Jähriger mit seinen beiden Brüdern Ludwig und Seppi dabei war, konnte man erfahren, dass die Bewertung damals im Stadttheater Bern erfolgte, also ein Ort, an dem eigentlich nur Orchester aufgetreten waren. Allerdings gab es auch zu berichten, wie der Dirigent während den Proben unaufmerksame Mitglieder mit dem Schlüsselbund bewarf oder mit einem dickeren Taktstock auf den Fingern herumklopfte.
1939-1945 Während des zweiten Weltkrieges kam das Vereinsleben praktisch zum Erliegen. Viele Mitglieder mussten einrücken.
Ab 1946 formierte sich die Concordia wieder von neuem, allerdings waren etliche Mitglieder nicht mehr dabei.
1953 erfolgte eine grosse Feier zum Anlass des 50-jährigen Bestehens und
1954 das Fest der Neuuniformierung. Die neue Uniform war eine dunkelblaue Seemannsuniform.
1965 Fahnenweihe anlässlich der Rede von Gemeindepräsident Franz Basler mit dem Fähnrich Oskar Gürtler Bär und den Ehrendamen.
1965 Fahnenweihe
1967 organisierte die Concordia ihren letzten Kantonalmusiktag. Bereits spürte man ein Umdenken in der Bevölkerung. Die Unterstützung ging massiv zurück und das Finden von freiwilligen Helfern für die Durchführung von Festen wurde immer schwieriger.
1971 konnte dank des Aktivmitglieds Paul Züllig-Ettlin, welcher immer mit unermüdlichem Einsatz Geldmittel beschaffte, eine neue Uniform angeschafft werden. Diese Uniform bestand aus einem blauen Blazer und einer grauen Uniformhose.
1967 – 1987 war Peter Züllig Vereinspräsident und leistete grosse Arbeit. Dank seiner Initiative konnten wir im Schulhaus Breite ein neues Probelokal finden nachdem wir das Probelokal im Sans Souci (heutiges Zick Zack) wegen Schliessung verloren hatten.
1976 übernahm Manfred Dill die musikalische Leitung aus der Hand von Werner Schaub. Mit ihm begann eine neue Ära in der Musikgeschichte der Concordia. Er ging überall mit gutem Beispiel voran und aktivierte auch den geselligen Teil des Vereins mit dem Organisieren von Anlässen, Reisen, und Festen. So war er dann auch mit dem damaligen Präsidenten Peter Züllig Mitinitiant des sehr beliebten „Breiti-Feschtes“.
1978 durfte Manfred Dill die 84. US-Army-Band vor vollbesetzter Konzerthalle dirigieren - ein Höhepunkt in seiner Karriere. Die Band aus Stuttgart gastierte damals im Rahmen der 75. Jubiläumsfeier der MCA erstmals in der Schweiz.
Manfred Dill
1981 gelang der Musikgesellschaft, zusammen mit dem Europäischen Jugendorchester als komplettes Sinfonieorchester, einen weiteren musikalischen Höhenpunkt: das Trompetenkonzert von Haydn mit dem Solist Patrick Dill.
1982 gründete Manfred Dill, unter dem Patronat der MCA, das Jugendblasorchester Allschwil (JUBLA) und führte dieses mit regelmässigen Proben während 8 Jahren zu einer in der Gemeinde bekannten Institution.
1987 Winzerfest in Vully, an welchem die Concordia am Festumzug teilnahm.
1987 Winzerfest
In den 1980er Jahren fand eine Umstrukturierung des Vereins statt. Das Bild der Männergesellschaft wurde durch die Integration von Frauen im Verein fortwährend verändert. Heute beträgt der Frauenanteil bei uns ca. 45%.
1991 übergab Manfred Dill an der Jahresfeier den Direktionsstab seinem Sohn Patrick Dill. Die Gesellschaft ernannte Manfred Dill an dieser Jahresfeier, als Dank für seine Tätigkeit, zum Ehrendirigenten. Patrick Dill, ehemaliger Aktiver des Vereins und Bandleader von ‘Pats Big Band’, führte die Arbeit seines Vaters weiter. Mit Pat konnten wir bezüglich moderner Musik und Interpretation sehr viel lernen.
1997 löste die 26-jährige Alexandra Dill-Bär Hans E. Stauffiger als Präsidenten ab und übt dieses Amt bis heute mit viel Engagement aus.
2000 96. Jahreskonzert und Abschiedskonzert von Dirigent Patrick Dill
Pat

Danach folgten mehrere Dirigenten, die jeweils zwei, drei Jahre den Verein leiteten und dann weiterzogen. Da die Mitgliederzahl zurückging musste man sich neu orientieren und beschloss, mit dem Musikverein Schönenbuch zusammen ein Konzert zu gestalten. Die Zusammenarbeit verlief so positiv, dass sich beide Vereine für eine Spielgemeinschaft stark machten.

Unsere Spielgemeinschaft
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Seit einigen Jahren spielen die beiden Musikvereine gemeinsam und treten als Einheit an Konzerten und Ständeli auf. Die rund 30 Aktivmitglieder sind ganz verschiedenen Alters - diese Durchmischung ist sehr spannend und bietet jeder Generation eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

gaudi

Jedes Jahr treten wir mehrere Male auf. Höhepunkte sind dabei sicher unser jährlicher Muusig Obe und kantonale Musiktage. Wir spielen auch an Kirchen- und Gemeindeanlässen und an der Generalversammlung der Raiffeisenbank Allschwil-Schönenbuch. In unseren Gemeinden feiern wir mit Ständeli verschiedenste Jubiläen und Hochzeiten unserer Passivmitglieder und Gönner.
Auch unser Publikum ist bunt gemischt und unser Ziel ist es, interessante Musik für alle zu bieten. Darum spielen wir ein sehr vielfältiges Repertoire mit traditioneller Blasmusik, Klassik, Volksmusik, Jazz, sowie Pop und Rock. Natürlich dürfen auch die traditionellen Märsche, Polka und Walzer für ein Ständeli nicht fehlen.

Neben dem musikalischen Programm treffen wir uns zum Sommer-Grillfest und Herbstbummel, manchmal auch zu einem Grümpeli und alle paar Jahre gehen wir gemeinsam auf Vereinsreise. So können wir unsere Kameradschaft stärken und auch Menschen ausserhalb unserer Region mit unserer Musik eine Freude bereiten. Kurz vor Weihnachten organisieren wir alljährlich die Tuba Christmas in Basel. Dieser Event in der Stadt verschönert die Adventszeit und ermöglicht der Krebsliga einen Zustupf.

Seit Frühling 2013 ist Rolf Herter unser musikalischer Leiter. Mit seiner grossen musikalischen Kompetenz, aber auch dank seiner Motivationsfähigkeit, bereitet es uns viel Spass, gemeinsam mit ihm zu musizieren.